Yi Yi Ren

March 17, 2016

Beginnen möchte ich meine - geplant - regelmäßigen Einträge mit einem chinesischen Kraut, dass bei uns zu wenig beachtet wird.

 

Yi Yi Ren - Semen Coicis/Semen lacrima jobii - Hiobstränen

 

Und so sehen die Kerlchen aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was können sie:

Hiobstränen sind unserer Rollgerste ähnlich und standen, auch in Europa schon auf dem Speiseplan. Weiland die römischen Kaiser schätzten sie als schmackhaftes Gericht. Bei Leonardo Da Vinci (1452-1519) findet sich eine Darstellung der Pflanze und ein altes Lehrbuch aus dem Jahr 1793 erzählt, die Spanier zögen das Mehl der Hiobsträne (Perlgerste, Paternosterkraut, Christustränen, Marientränen, Steinsamen) zum Brotbacken, dem anderer Getreide vor.  Warum das Wissen um ihre heilenden Kräfte bei uns verloren ging, mag wohl daran liegen, dass der Ertrag dieser Pflanze recht gering ist und ihre Schale, wie einer der Namen vermittelt, steinhart ist. das Schälen und verarbeiten ist somit äußerst mühsam.

 

Allerdings wird in Asien die Gesundheit über die Mühsal der Gewinnung gestellt. Ein Grundgedanke der asiatischen Kultur ist Essen und Medizin stammen aus der gleichen Quelle und so sind die Semen Coicis in Asien weit verbreitet und werden dort zu Brei, Mehl, Getränken, Essig und Alkohol verarbeitet.

Kürzlich fand sich in China eine 5000 Jahre alte Bierbrauerei und in den Rückständen der Maische konnte man Hiobstränen identifizieren.

 

Auch unser schmackhaftes "Getränk der chinesischen Weisen" wird in weiten Teilen Asiens so und ähnlich zubereitet und heißt dann, je nach Region: Yomulcha in Korea, Yi Yi Ren Cha in China, Jali in Indonesien.

In Asien habe ich diese Körner in Suppen, im Reis und auch in Milch gekocht kennen gelernt. Wie bei uns die Graupen, oder eben Rollgerste.

 

Sie helfen uns in vielen Belangen.

Die klassische chinesische Medizin schreibt ihnen Wirkung auf die Funktionskreise Niere, Lunge und Milz zu, wo sie Schadstoffe - heiße Toxine, Feuchtigkeit, Schleim - aus dem Organismus ausscheiden, ohne dabei die Niere zu schädigen. Wenn diese Schadstoffe entfernt sind, dann ist der mittlere Erwärmer wieder ausgeglichen, was bedeutet, dass Magen und Milz wieder die Fähigkeit erlangen, auch die Gliedmaßen zu ernähren und das Gefäßsystem durchgängig zu machen.

Einfach gesagt: Müll fliegt raus und die Ernährung unseres Körpers bis in die Spitzen wird besser.

 

In zahlreichen Studien der letzten Jahre, werden einigen, in der Pflanze enthaltenen Stoffen Wirkung auf Krebszellen nachgewiesen. Im Speziellen bei Leber und Darmkrebs bewirken diese Komponenten ein Absterben der Krebszellen.

 

Was ist drinnen in diesem Gras:

Vitamin C, Betacarotin, Kalzium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Phosphor und Zink,

etwas Vitamin der B Gruppe

10% Wasser, 52% Stärke, 18% Eiweiß, 7% Fett

Aber: Kein Gluten!

Achtung: in der Schwangerschaft sollten diese weißen Freunde allerdings nicht eingenommen werden. Es sind zwar keine Schädigungen bekannt, aber der klassische chinesische Mediziner sagt, was ausleitet, sollte eine schwangere Frau nicht verwenden. Und wo sich die Chinesen auskennen, das sind wohl Schwangerschaften.

 

Ich freue mich, wenn ihr mir hier Fragen stellen wollt und gerne komme ich demnächst mit mehr Info wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

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